03.01.2019

Guyton-Debüt in Trier

Guyton-Debüt in Trier

Zum Jahresbeginn erhalten die Hamburg Towers einen Vorgeschmack darauf, was sie in der zweiten Jahreshälfte häufiger erleben wollen: einen Auftritt in einer großen Halle. Der größten der 2. Bundesliga, um genau zu sein. 5900 Zuschauer passen in die Arena Trier, in der der Tabellenzweite am Samstag, 5. Januar, um 18 Uhr von den RÖMERSTROM Gladiators Trier empfangen wird.

An den Rivalen haben die Wilhelmsburger gute Erinnerungen. Im Hinspiel gelang der 108:62-Rekordsieg gegen die damals noch drittplatzierten Gladiatoren. Und obwohl dem Team des jungen Trainers Christian Held seitdem nicht mehr viel gelungen ist – zuletzt setzte es drei Niederlagen in Serie, darunter ein 81:89 bei den Tigers Tübingen unmittelbar vor der Weihnachtspause –, warnt Towers-Headcoach Mike Taylor davor, das Match auf die leichte Schulter zu nehmen: „Im ersten Aufeinandertreffen haben wir unsere beste Saisonleistung gezeigt. Nun wird das jedoch ein ganz anderes Spiel als in Hamburg. Trier hat einen erfahrenen, talentierten sowie tief besetzten Kader, sinnt auf Revanche und wird bereit für uns sein.“

Dagegen haben die Gäste mit kleineren Blessuren und Erkältungen zu kämpfen. Wenngleich Taylor betont, dass er erwartet, alle Leistungsträger an Bord zu haben. „Dank Doc Helge Beckmann und dem Team des LANS Medicum sind wir in besten Händen.“ Einzig Justus Hollatz (Sehnenriss und Knochenabsplitterung im Finger) fällt definitiv aus. Abgesehen von den jahreszeitlich bedingten Erkrankungen hat den Norddeutschen die einwöchige Pause zwischen den Feiertagen gutgetan. „Die Jungs sind mit viel Energie und jeder Menge Enthusiasmus wieder ins Training eingestiegen, alle haben richtig Lust auf die Rückrunde“, berichtet der Trainer.

Der Fokus in den Einheiten lag darauf, Neuzugang Scootie Guyton zu integrieren. Der vielseitige Guard büffelt fleißig die mehr als 30 Systeme und hat laut Taylor einen geschmeidigen Einstieg hingelegt. „Mein Debüt in Trier zu geben, ist ziemlich cool. Ich habe dort schon mit Gotha gespielt und erinnere mich daran, dass die Fans dort aufgrund der langjährigen Basketball-Tradition viel Fachwissen besitzen. Die Atmosphäre dürfte super werden“, sagt Guyton.

Vom Prädikat super entfernt waren im vergangenen Monat die Leistungen der Moselstädter (8:8-Bilanz), die nach starkem Saisonstart auf den sechsten Platz zurückgefallen sind. Besonders offensiv sind die Gladiators, denen ein klassischer Ringbeschützer fehlt, vom Pech verfolgt, verzeichnen mit 42,6 Prozent die schwächste Feldwurfquote der Liga. Dennoch: Mit den physisch imposanten Big Men Till Gloger (14,6 Punkte pro Spiel), Johannes Joos (13,4 PpS), dem kanadischen Routinier Jermaine Bucknor (13,4 PpS) und US-Guard Kelvin Lewis (10,8 PpS) verfügt der Vorjahres-Halbfinalist über Akteure, die jederzeit blitzschnell heißlaufen können. Darüber hinaus haben sich die Hamburger auswärts in der aktuellen Spielzeit recht schwankend präsentiert und nur drei von sieben Begegnungen gewonnen. „Einer unserer Neujahrsvorsätze ist es, in fremden Hallen konstant besser abzuliefern. Das ist essenziell, um unsere hohen Ziele in den Playoffs im April und Mai zu erreichen“, betont Taylor.

Auch im neuen Jahr sind sämtliche Zweitliga-Partien im Livestream zu sehen. Auf www.airtango.live beginnt die Übertragung aus Trier gegen 17.45 Uhr.