01.11.2017

Derby-Pleite für Piraten

Die JBBL der Piraten Hamburg musste die erste Niederlage der laufenden Saison hinnehmen. Im Derby bei den Hamburg Sharks zog das Team von Özhan Gürel beim 63:69 den Kürzeren.

Dabei hatte die Partie so gut für die Gäste begonnen. Die Wilhelmsburger ließen die „Haie“ im ersten Viertel mit ihrer aggressiven Offensive im ersten Viertel kaum zur Entfaltung kommen. Auf der anderen Seite spielten die Schützlinge von Gürel einen ansehnlichen Ball, zogen konsequent zum Korb und trafen häufig die richtige Entscheidung, was folgerichtig in einer komfortablen 18:9-Führung zum Ende des ersten Spielabschnitts resultierte.

Im zweiten Viertel fanden die Hausherren dann zunehmend zu ihrem Spiel und tankten im Verlauf mehr und mehr Selbstvertrauen, während die Piraten in der Offensive ihre Linie verloren und auch in der Verteidigung die notwendige Intensität vermissen ließen, sodass die Sharks sich bis zur Halbzeitpause auf 27:30 herankämpften.

Auch nach dem Seitenwechsel setzte sich der Trend fort. Die Mannschaft hat „die Intensität des Gegners nicht angenommen und uns zudem noch einfache Ballverluste erlaubt.“ An dieser Stelle machte sich dann doch ein wenig der Ausfall von Semjon Weilguny bemerkbar. Der etatmäßige Aufbauspieler und die ordnende Hand auf dem Parkett laboriert derzeit an einem Bänderriss. „Das soll aber keineswegs eine Ausrede sein, denn die Jungs haben ihre Aufgabe ganz gut gemacht“, resümierte Gürel. „Unterm Strich haben wir heute aber einfach nicht unsere Leistung abgerufen, die wir bringen können und mussten, um die Partie für uns zu entscheiden.“

Genau diese Schwäche nutzen die Gastgeber aus, um die beiden folgenden Viertel mit 23:20 und 19:13 für sich zu entscheiden und Pausenrückstand in einen Sieg umzumünzen. „Wir hatten einfach zu viele Turnover und haben unsere Angriffe nicht konsequent zu Ende gespielt“, machte Cheftrainer Gürel den Unterschied direkt nach der Partie aus. 24 Ballverluste der Piraten standen am Ende nur 13 der Gastgeber gegenüber. Eine zu hohe Hypothek, um auswärts erfolgreich zu sein. Daran änderte auch die Überlegenheit unter den Körben nichts. Die Wilhelmsburger, die mit Ibrahim Jabby (16 Zähler und 5 Steals), Linus Hoffmann (13 Punkte und 18 Rebounds), Fabien Kondo (10 Zähler und 14 Rebounds)  und Dionys Meister (10 Punkte) ihre erfolgreichsten Akteure in den eigenen Reihen hatten, entschieden das Rebound-Duell mit 48:41 für sich.

Die Piraten müssen die Niederlage schnell abhaken und sich auf die kommenden Aufgaben konzentrieren. Bereits am nächsten Wochenende (Sonntag, 5. November, um 16 Uhr) haben die Schützlinge  von Gürel die Gelegenheit, die Niederlage vergessen zu machen. Dann empfangen die Piraten die Baltic Sea Lions vor heimischem Publikum.