01.08.2018

Auszeichnung für sehr gute Nachwuchsarbeit

Die Hamburg Towers sind von der BARMER 2. Basketball Bundesliga als sehr guter Nachwuchsstandort mit Silber ausgezeichnet worden. Das ergab die Zertifizierung der Nachwuchsarbeit an den Standorten der ProA. Vergangenes Jahr hatten die Norddeutschen noch die Bronze-Medaille erhalten, was einer guten Beurteilung entspricht.

Damit sind die Towers ligaweit spitze. Einzig die NINERS Chemnitz wurden ebenfalls als sehr guter Nachwuchsstandort geehrt, das Gold-Level erreichte kein Zweitligist. In der Bronze-Kategorie wurden die RheinStars Köln, Uni Baskets Paderborn, RÖMERSTROM Gladiators Trier und Phoenix Hagen prämiert. Die Zertifizierung erfolgt anhand detaillierter qualitativer Analysen in den Kategorien Talentsuche, Talentdiagnose sowie Talentförderung.

„Auf diese Auszeichnung sind wir sehr stolz. Seit Jahren arbeiten wir täglich hart und investieren viel, um unsere Jugendförderung zu verbessern. Dabei steht bei uns stets die individuelle Entwicklung der Talente im Fokus, Resultate sind nebensächlich. Wir wollen nicht Meister werden, sondern gute Spieler entwickeln, sie in den Profibereich bringen“, sagt Towers-Geschäftsführer Marvin Willoughby. Die Förder-Agenda für die kommende Saison, die in Zusammenarbeit mit Kooperationspartner SC Rist Wedel ausgearbeitet wurde, steht bereits. „In der Verbindung Schule-Wohnen-Training gilt es, besser zu werden. Zudem haben wir in der Trainingssteuerung und –koordinierung zwischen ProA, ProB und NBBL neue Strategien entwickelt, um junge Spieler effizienter auf dem für sie optimalen Niveau einzusetzen. Langfristig ist es für uns eine genauso große Aufgabe, möglichst viele Kinder zwischen sechs und 14 Jahren zum Basketball zu bringen. Ob sich daraus Ergebnisse im Leistungsbereich niederschlagen, werden wir erst in einigen Jahren sehen. Das Ziel nach Silber muss nun ganz klar Gold sein“, erklärt Willoughby.

Die 2. Basketball-Bundesliga beurteilt die Standorte danach, was sie aus ihren jeweiligen Möglichkeiten herausholen. Ausschlaggebend für die Prämierung der Hamburger sei dabei vor allem die sogenannte Programm-DNA gewesen, berichtet Henrik Fronda, Manager Sport/Spielleitung der 2. Bundesliga. „Bei den Towers wird deutlich, welcher Basketball gespielt werden soll. Es sind sehr klare Vorstellungen und über die Jahre entwickelte Strategien erkennbar, deren Umsetzung aufgrund des Personalstabs auch realistisch erscheint. Hamburg wird seinem Leuchtturmcharakter gerecht und bewegt sich in Richtung unserer Idealvorstellung“, lobt Fronda.

Mit knapp 50 Basketball-AGs sowie mehreren Basketball-Tagen erreichen die Towers in und um Hamburg rund 25000 Kinder und Jugendliche. „Dieses Angebot wollen wir kontinuierlich ausbauen“, betont Oliver Eckart, Jugendwart des Breitensportvereins Hamburg Towers e.V., der den Unterbau zu den Leistungsmannschaften im Herren- und Jugendbereich bildet. Zudem setzen soziale Projekte wie „Learn4Life“ von Sport ohne Grenzen an der Basis an. „Unsere Arbeit hat eine große Wertschätzung erfahren. Dennoch haben wir reichlich Potenzial, zum Beispiel im Umgang mit Talent, der Talentsuche und -gewinnung“, so Eckardt weiter. Dabei sei die gute Partnerschaft mit dem SC Rist Wedel ein entscheidendes Kriterium. Der Kooperationspartner landete im Rahmen der Nachwuchszertifizierung ebenfalls auf einem Spitzenplatz unter den ProB-Standorten.

Gespeist wird die finanzielle Förderung aus dem Deutschen Basketball Ausbildungsfonds, mit dem Anreiz für die zielführende Ausbildung deutscher Nachwuchsspieler geschaffen werden soll. Dazu zählen auch die Einstellung und Unterstützung hauptamtlicher Jugendtrainer durch ein neu entwickeltes Nachwuchstrainerausbildungsprogramm.